Aus dem Gießener Anzeiger vom 25.06.2016
Bildquelle: Schrott
FEIER Ricarda-Huch-Schule überreicht 160 Schülern Abiturzeugnisse / Eigene Bestmarke übertroffen
GIESSEN – (msh). Für die 160 Abiturienten der Ricarda-Huch-Schule (RHS) nahm die Schullaufbahn gestern mit der feierlichen Zeugnisübergabe in der Kongresshalle ein erfolgreiches Ende. „Jetzt habt Ihr es endlich geschafft“, sprach Schulleiter Werner Nissel zu seinen ehemaligen Schülern. „Jetzt habt Ihr es verdient zu feiern und könnt mit Recht stolz auf Eure Leistung sein.“
Nissel zeigte sich vor allem darüber begeistert, dass die RHS zum 175. Schulbestehen ihre eigenen Bestmarken übertroffen habe. „Mit 160 Abiturienten seid Ihr der größte Jahrgang, der die Schule jemals verlassen hat“, stellte er begeistert fest. Und von diesen erreichten auf ihrem Abschlusszeugnis sogar 33 eine „1“ vor dem Komma. „Jeder Fünfte mit einem Einser-Abi – damit seid Ihr auch noch der stärkste Jahrgang, den wir hier jemals hatten“, betonte Schulleiter voller Stolz. „Ihr steht jetzt vor einem entscheidenden Wendepunkt in Eurem Leben, der wohlüberlegt sein will.“ Schließlich lebe man in einer Leistungs-, Informations- und Konsumgesellschaft, in der man es nicht einfach habe. Dass jeder aber seinen Platz in der Gesellschaft finden werde, dessen ist sich Nissel sicher. „Ich habe in Euch viele reflektierte junge Menschen mit klaren Vorstellungen gesehen.“
Es lag aber auch etwas Wehmut in Nissels Stimme, denn nun müsse man die Schützlinge ins Leben entlassen. „Ihr seid einzigartig und ein ausgesprochen netter Jahrgang“, lobte er und fügte an: „Ich lasse Euch nur ungern gehen!“
Passendes Motto
Für den weiteren Lebensweg forderte er von jedem Einzelnen, „keine Zauderer, sondern Zupacker zu sein“. Abschließend sprach er seinen Dank an die Eltern, Großeltern, Geschwistern, Freunden und Partnern aus, die „Euch in manch schwierigen Phasen entlastest und aufgebaut, aber manchmal auch angemahnt haben“.
Dr. Jutta Gregor und Sonja Herber sprachen in ihrer Rede für die Lehrerschaft über das diesjährige Abimotto „Ein Huch auf uns“, welches sich aus Andreas Bouranis WM-Hit und der RHS-Namenspatronin zusammensetzt. Denn ihrer Auffassung nach sei das Motto für den Jahrgang besonders passend. „Ricarda Huch lehnte sich gegen Autoritäten auf, wo es nur ging“, sagte Gregor. Lachend fügte sie an: „Das erinnert mich an viele von Euch.“ Abiturientin Luisa Mattern offenbarte dann, was ihr zum Ende ihrer Schulzeit bewusst geworden ist. „Wir haben nicht nur Mathe, Deutsch und Co. gelernt, sondern immer das Beste aus uns rauszuholen.“
Nachdem alle Abiturienten ihre lang ersehnten Abschlusszeugnisse erhalten hatten, wurden die Notenbesten des Jahrgangs unter lautstarkem Beifall aller Anwesenden für ihr bemerkenswertes Engagement und besondere Leistungen geehrt. Jan Seibert (1,0), Vivien Helm (1,1), Niklas Mandler (1,2), Alina Westrup (1,3), Niklas Jurik (1,3), Ralf Kinkel (1,4) und Sarah Sophie Wende (1,4) erhielten dafür ein kleines Präsent. Die Abiturfeier fand am Abend mit dem Abiball, welcher von den Abiturienten eigenverantwortlich organisiert worden war, ihren Höhepunkt. Am Morgen hatte bereits ein ökumenischer Gottesdienst stattgefunden.

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