Abhängigkeit, Psychosen, Persönlichkeitsveränderungen – all dies kann der übermäßige Konsum von Cannabis insbesondere bei Jugendlichen hervorrufen. Grund genug sich mit den langfristigen Folgen des Konsums zu beschäftigen, wie es die Klasse 8c der Ricarda-Huch-Schule in Gießen unlängst getan hat.
Zusammen mit ihrer Referentin Larissa Brown von der Suchtberatungsstelle Gießen setzten sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8c mit den verschiedenen Facetten von Cannabiskonsum und Cannabisabhängigkeit auseinander. Hierbei kam auch der so genannte Methodenkoffer Cannabisprävention zum Einsatz, von dem die Ricarda zwei besitzt. In einem solchen Koffer befinden sich diverse Materialien und Arbeitsanregungen. Mit Hilfe des Koffers lernen die Jugendlichen die Cannabispflanze kennen, sie informieren sich über ihre Beschaffenheit, ihre Rauschwirkung, über die Gefahren, die der Konsum mit sich bringt, über stoffgebundene Süchte und Abhängigkeiten sowie die zusätzlichen gesundheitlichen Risiken, die mit der Streckung von Cannabis zusammenhängen. Womit Cannabis so alles gestreckt wird, lernen die Schülerinnen und Schüler auch mit Hilfe des Koffers, denn er liefert die Substanzen zum direkten Nachvollzug gleich mit. Zum Abschluss der kurzweiligen und lehrreichen Veranstaltung konnte die Mittelstufenklasse mit einem beigefügten Quiz spielerisch ihr Wissen testen und weiter ausbauen.
Ziel der Prävention ist es, Jugendliche zu stärken und diese über Abhängigkeiten und Verhaltenssüchte aufzuklären. Vielen Jugendlichen sei überhaupt nicht bewusst, welche Risiken der Konsum von Cannabis in sich birgt, so Lusaper Witteck, Suchtberaterin an der Ricarda-Huch-Schule. Doch mit dem Problembewusstsein allein ist es nicht getan. So erfuhren die Jugendlichen auch, bei welchen verschiedenen Institutionen in Gießen sie im Fall der Fälle Hilfe erhalten.
Was den Präventionskoffer anbelangt, so ist dessen Einsatz im Biologieunterricht an der Ricarda fest verankert. Über den Einsatz im Unterricht hinaus soll sein Einsatz und ganz allgemein die Präventionsarbeit noch ausgeweitet werden. In diesem Zusammenhang ist geplant, weitere Kolleginnen und Kollegen intern zu qualifizieren.

Bei Fragen und Problemen schreiben Sie mir eine Mail. Mein Name ist Olaf Dinkela, ich koordiniere die Öffentlichkeitsarbeit der RICARDA.
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