Baumpflanzaktion!!

450 auf einen Streich. So oder ähnlich hätte man die Aktion der Klassen 10d und 10e der Ricarda-Huch-Schule beschreiben können, die am Donnerstag, den 16.03.2023, im Stadtwald Gießen Bäume pflanzten.

Mit ihren Klassenlehrer:innen Frau Schmitt, Herrn Behrendt und Herrn Schmidt machten sich die Schülerinnen und Schüler am Morgen auf den Weg in den Staatsforst zwischen Gießen und Pohlheim Watzenborn-Steinberg. Dort trafen sie auf Revierförster Jörg Sennstock, der diese Aktion für die Schüler:innen ermöglichte. Gemeinsam mit drei FÖJlerinnen hatte er die Pflanzstelle bereits vorbereitet und alles markiert. Zu Beginn erkläre Herr Sennstock kurz in der Runde, warum Bäume so wichtig seien und welche Probleme der Wald im Moment habe. Die Schüler:innen würden unter seiner Anleitung heute Rot-Erlen auf einer durch den Borkenkäfer brachgefallenen Fläche pflanzen. Diese hätten auf der Fläche eine Zukunft – mutmaßt Herr Sennstock. Genau könne das aber im Moment niemand sagen. Nun schritten sie zur Tat. Das Wetter war gut, der Boden perfekt zum Pflanzen geeignet und die Stimmung locker. Nach anfänglichen Schwierigkeiten die Pflanzlöcher auszuheben spielten sich die Routinen in den Kleingruppen schnell ein. Nach ca. 90 Minuten waren bereits alle 450 Setzlinge im Boden und zwei Klassen saßen geschafft, aber hochzufrieden und motiviert auf der Lichtung und aßen den verdienten Pausensnack.

Von der Motivation und der Sorgfalt der Schüler:innen beim Pflanzen waren die Forstmitarbeiter deutlich angetan und positiv überrascht. So gut hätten sie es sich nicht vorstellen können, meinte Herr Sennstock am Ende. Aber auch die Schüler:innen waren fast ausnahmslos begeistert von der Aktion und dem, was sie geleistet haben. Einige wollten nun regelmäßig vorbeischauen und gucken, was aus ihren Setzlingen wird. Herr Sennstock meinte, dass ab Mai die Blätter sprießen sollten. Doch auf die Antwort auf die Frage, wann die Setzlinge denn richtige Bäume seien reagierten die Schüler:innen verdutzt. Dass diese Rot-Erlen ca. ein Menschenleben benötigen, bis sie wirtschaftlich nutzbar sind, war doch eine unbehagliche Vorstellung. Doch dies sei das Prinzip der Nachhaltigkeit, erklärte Förster Sennstock. Wir nutzen heute, was unsere Väter uns pflanzten und wir pflanzen für unsere Kinder und Kindeskinder. Das sei der Generationenvertrag der Forstwirtschaft. Und beim Wachstum der Bäume geht es ja auch gerade heutzutage vor allem um den Weg. Denn auf diesem wird der Baum CO2 aus der Atmosphäre binden und so eventuell einen Beitrag zur Verlangsamung des Klimawandels leisten. Und das ist ja auch unsere – ihre Zukunft. So haben die Schüler:innen an diesem Donnerstag, in Rekordzeit, gleich in doppelter Hinsicht die Zukunft – ihre Zukunft – gepflanzt.

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