Von den etwas mehr als 100 zum Abitur angemeldeten Schülern der Ricarda-Huch-Schule Gießen haben 94 bestanden. Am Donnerstag saßen sie vereint im Hörsaal der Kooperationsschule THM.
Aus dem Gießener Anzeiger vom 08.07.2023 | Bild: Freymann
Bildunterschrift: Die Geehrten und Jahrgangsbesten des Abiturjahrgangs 2023 der Ricarda-Huch-Schule.
Gießen . Als der Lehrerchor im ehemaligen »Roxy«-Kino zur Probe anstimmt, lockt es die Abiturienten und ihre Eltern in den Saal. Obwohl die kleine Probe das nicht zum Ziel hatte, »können wir ja jetzt doch 15 Minuten früher anfangen«, spricht Oberstufenleitung Dr. Jutta Gregor ins Mikrofon. Das ist gar nicht so einfach, denn das Podium ist von einem Biologieskelett eingenommen, als würde dieses heute die Reden halten. »Ihr dachtet vielleicht, dass ihr nach den 13 Jahren auch so ausseht«, startet Gregor die Begrüßung an die versammelten Abiturienten.
Von den etwas mehr als 100 zum Abitur angemeldeten Schülern der Ricarda-Huch-Schule Gießen haben 94 bestanden. Am Donnerstag saßen sie vereint im Hörsaal der Kooperationsschule THM, um ihre Zeugnisse entgegenzunehmen. Schulleiter Peer Güßfeld dankte für »den Fokus, die Reife und das Durchhaltevermögen, das alle gezeigt haben, um die Prüfung erfolgreich abzuschließen«. Der Abschlussjahrgang 2023 hat einen Notendurchschnitt von 2,35 und gleich 14 Abiturienten, die mit »Sehr gut« bestanden haben. Amelie Lepper, Thomas Quast uns Maximilian Karl Rößler sogar mit der Bestnote 1,0. Die Jahrgangsbesten, zu denen auch Sohail Mir, Sina Nommel, Helene Vorwerk, Fabian Seipp, Mia Katharina Elisa Alt, Victoria Exler, Finn Jannis Mehl, Felix Lukas Müller und Ariane Scheu gehören, bekamen von Antje Koetter, Lehrerin und Vertreterin des Ehemaligenvereins, einen Gutschein überreicht.
Zwar seien Noten wichtig, aber »jetzt braucht es Reife und ihr müsst über den Tellerrand der ›Klausurrelevanz‹ hinwegschauen«, so Güßfeld. Der neue Lebensabschnitt, den die Abiturienten beginnen, soll mit Empathie, Neugierde und Verstand angegangen werden. Ohne diese Faktoren führe Wissen schnell zu Fehlwissen.
Einzelne Ehrungen für besondere Leistungen in verschiedenen Fachbereichen gingen an: Sohail Mir (Englisch), Amelie Lepper (Französisch), Natalia Alghazi (soziales Engagement als Dolmetscherin in der Intensivklasse), Fabian Seipp (Biologie und Chemie), Mia Katharina Elisa Alt (Chemie), Thomas Quast (Physik), Isaiah Reed (Physik), Maximilian Karl Rößler (Physik und »Pierre de Coubertin«-Medaille für sportliches Engagement und Können) und Silas Ried (Schulsanitätsdienst).
Als Vertreter der Schülerschaft sprach Mohammad Nuur Alahmad. Er richtete seine Worte an alle, »die mit Kraft und Mut, Mühe und Gut den heutigen Tag erreicht haben«. Indem er Erich Kästners »Ich bin die Zeit« zitierte, führte er die Vergänglichkeit der Zeit vor Augen. Die Abiturienten sollen deshalb weiterhin das Wichtigste aus jedem Lebensabschnitt mitnehmen und nicht vergessen, dass viele sie von ganzem Herzen auf ihrem Lebensweg unterstützen.
Der Lehrerchor begleitete die Zeugnisausgabe mit zwei Auftritten. Zwischen den Reden wurden Cover von »Heal the World« und »Lean on Me«, unter Chorleitung Daniel Kaiser, gesungen. Am Ende des Abends übergab Güßfeld die Zeugnisse. Die Abiturienten hatten sich in ihren Tutorengruppen Lieder ausgesucht, die zum Einlaufen und Verlassen der Bühne gespielt werden sollten. Jeder Abiturient durfte sich außer dem Zeugnis noch eine Blume von der Bühne mit nach Hause nehmen.

Bei Fragen und Problemen schreiben Sie mir eine Mail. Mein Name ist Olaf Dinkela, ich koordiniere die Öffentlichkeitsarbeit der RICARDA.
Hinterlasse einen Kommentar