Die Rolle der Religion in der ehemaligen DDR: Ein spannender Einblick

Im Religionsunterricht der 9. Klasse von Frau Witteck wurde das Thema „Welche Rolle hatte die Religion in der ehemaligen DDR?“ ausführlich behandelt. Zu diesem Anlass hatten wir das Glück, Frau Beate Kloos-Drobner als Zeitzeugin begrüßen zu dürfen. Sie erzählte lebhaft von ihrem Werdegang in der DDR und verdeutlichte eindrucksvoll, welche Auswirkungen es haben konnte, wenn man seinem christlichen Glauben treu blieb und sich nicht den staatlichen Ideologien einer Diktatur anpasste.

Frau Kloos-Drobner brachte verschiedene Uniformen und Zitate aus Gedichten mit, um anschaulich zu zeigen, welchen Zwängen Schülerinnen ausgesetzt waren. Besonders beeindruckend war ihr Bericht darüber, wie viel Mut es erforderte, sich den ideologischen Vorgaben des Staates zu entziehen. Zudem erläuterte sie, welche Anstrengungen die DDR unternahm, um Religion durch Ersatz-Rituale zu ersetzen, wie etwa die Jugendweihe anstelle von Konfirmation oder Firmung.

Ein weiteres Highlight ihres Vortrags war die Schilderung ihres Weges ins Medizinstudium, den sie sich trotz aller Widerstände erkämpfte. Nach ihrer Flucht wurde sie ein geschätztes Mitglied der Gießener Gesellschaft und arbeitet heute als Augenärztin.

Wir danken Frau Kloos-Drobner herzlich für ihre Bereitschaft, uns eine ganze Doppelstunde ihrer Zeit zu widmen und als Zeitzeugin zu fungieren. Es war eine bereichernde Erfahrung für alle Beteiligten.

(Bildquelle privat: Von links nach rechts: Beate Kloos-Drobner, Johanna Kloos, Lia Waldschmidt, Angelina Langner, Milena Weißhuhn)

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