Erinnerungskultur an der Ricarda

Alljährlich, am 9. November, erinnern wir uns in einer Lesestunde, die in allen Jahrgängen durchgeführt wird, an die Gräueltaten der Reichspogromnacht 1938. In diesem Jahr war dies nicht anders, nur mussten wir den Tag aus organisatorischen Gründen auf den 08. November vorziehen. Zu diesem Anlass haben Schüler*innen der Oberstufe den Stolpersteinen vor und um unserer Schule besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Diese kleinen Gedenktafeln aus Messing, die im Boden verlegt sind, erinnern an die Menschen, die während des Nationalsozialismus verfolgt, deportiert und ermordet wurden – häufig ganz in unserer Nähe, in unseren eigenen Straßen, oder auch an der eigenen Schule.

Indem die Schüler*innen die Stolpersteine reinigten, setzten sie ein Zeichen der Wertschätzung und des Gedenkens. Jeder polierte Stein bringt die Namen, das Schicksal und das Andenken an die Opfer wieder in den Vordergrund unseres alltäglichen Lebens, lässt uns darüber bildlich „stolpern“ und innehalten. So hat der Tag uns nicht nur daran erinnert, welche schrecklichen Taten damals begangen wurden, sondern auch daran, wie wichtig es ist, sich aktiv für ein respektvolles und friedliches Miteinander einzusetzen.

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