Im Rahmen des Unterrichtsthemas „Fotosynthese“ besuchten die Schülerinnen und Schüler des Biologie Leistungskurses der Q3 mit ihrer Leistungskurslehrerin Nadia Rausch, die Umweltbeobachtungs- und Klimafolgenforschungsstation der Justus-Liebig-Universität Gießen in Linden-Leihgestern. Der Praxistag am 1. September 2026 bot die Möglichkeit, biologische Grundlagen direkt an einem authentischen Forschungsort zu untersuchen.
Wissenschaftliches Arbeiten im Gelände
Nach einer kurzen Einleitung vor Ort von Herrn Dr. Tobias Sandner sammelten die Lernenden Blätter verschiedener Pflanzenarten und untersuchten diese mit Methoden aus der Pflanzenökologie. Im Mittelpunkt standen dabei:
- die Messung von Blattgröße und Blattdicke,
- die Bestimmung des Chlorophyllgehalts,
- die Trocknung von Blattproben zur Ermittlung des Wassergehalts,
- die Berechnung der spezifischen Blattfläche sowie
- die Herstellung von Nagellackabzügen, um die Spaltöffnungen (Stomata) mikroskopisch sichtbar zu machen.
Die erhobenen Daten wurden abschließend gemeinsam ausgewertet und im Kontext der Fotosynthese diskutiert.
Einblick in die Klimaforschung
Parallel zu den eigenen Untersuchungen konnten die Schülerinnen und Schüler beobachten, wie mit einem professionellen Fotosynthese-Messgerät Lichtsättigungskurven aufgezeichnet wurden. Diese zeigen, wie die Fotosyntheserate einer Pflanze mit zunehmender Lichtintensität ansteigt und schließlich ein Maximum erreicht – ein zentraler Aspekt für das Verständnis pflanzlicher Produktivität unter verschiedenen Umweltbedingungen.
Bedeutung für den Unterricht
Die Exkursion verband theoretisches Wissen aus dem Biologieunterricht mit eigenständigem experimentellem Arbeiten und einem authentischen Einblick in die pflanzenökologische und klimarelevante Forschung der JLU Gießen. Der Bezug zur Klimafolgenforschung verdeutlichte dabei, warum grundlegende Prozesse wie die Fotosynthese auch für das Verständnis aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen – etwa des Klimawandels – von zentraler Bedeutung sind.
An der UKL läuft eines der weltweit am längsten laufenden Freiland-CO2-Anreicherungsexperimente zur Abschätzung der ökosystemaren Auswirkungen der um 2040 zu erwartenden CO2-Konzentrationen.

























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