Wer entscheidet eigentlich, was wir lesen, glauben und weiterleiten? Genau dieser Frage gingen die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 in der Schule-Anders-Woche nach. Zu Gast war die Journalistin Kim Luisa Engel, die bei der Ricarda-Huch-Schule Einblicke in ihren Berufsalltag gab – und zeigte, wie stark künstliche Intelligenz den Journalismus bereits verändert.
Mehr als Texte schreiben
Frau Engel machte schnell deutlich: Journalismus bedeutet weit mehr, als einen Text zu verfassen. Bevor eine Nachricht veröffentlicht wird, müssen Informationen gesammelt, überprüft und eingeordnet werden. Wer hat etwas gesagt? Gibt es dafür Belege? Passt die Information in den größeren Zusammenhang? Genau diese Arbeit sorgt dafür, dass Leserinnen und Leser sich auf eine Nachricht verlassen können und sich eine eigene Meinung bilden können.
KI als Helferin – und als Risiko
Einen zweiten Schwerpunkt bildete die Frage, wie künstliche Intelligenz den Journalismus verändert. KI-Programme können große Mengen an Informationen durchsuchen, Texte entwerfen oder Bilder erzeugen. Für Redaktionen ergeben sich dadurch neue Möglichkeiten: Recherchen lassen sich beschleunigen, Textentwürfe schneller erstellen und Bildmaterial auf neue Weise produzieren.
Doch mit den Chancen kommen auch Risiken. KI kann Fehler machen oder Informationen liefern, die schlicht nicht stimmen. Außerdem lassen sich täuschend echte Bilder, Videos und Texte erzeugen – und genau das macht es schwieriger, echte von gefälschten Inhalten zu unterscheiden. Die Botschaft von Frau Engel war deshalb klar: KI kann eine hilfreiche Werkzeug sein, aber ihre Ergebnisse dürfen nie ungeprüft übernommen werden.
Quellen prüfen wie Profis
Besonders praxisnah wurde es, als Frau Engel zeigte, wie man Quellen kritisch prüft: Woher stammt eine Information? Wer hat sie veröffentlicht? Gibt es unabhängige Bestätigungen? Diese Fragen sind nicht nur für Journalistinnen und Journalisten wichtig. Auch Schülerinnen und Schüler begegnen täglich Nachrichten, Bildern und Videos in sozialen Netzwerken, deren Herkunft nicht immer eindeutig ist.
Für die Achtklässlerinnen und Achtklässler war der Vortrag damit mehr als ein Berufseinblick. Er machte deutlich, dass künstliche Intelligenz den Journalismus verändert – kritisches Denken aber nicht ersetzt. Wer Quellen prüft, Informationen hinterfragt und Inhalte bewusst einordnet, bewegt sich sicherer durch die digitale Medienwelt.
Die Ricarda-Huch-Schule bedankt sich bei Frau Kim Luisa Engel für die spannenden Einblicke in einen Beruf, der mitten in einem großen Wandel steckt.

Bei Fragen und Problemen schreiben Sie mir eine Mail. Mein Name ist Olaf Dinkela, ich koordiniere die Öffentlichkeitsarbeit der RICARDA.
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