Clownerie-Workshop mit Thomas Hof – Scheitern ausdrücklich erlaubt!

Am 20. Oktober 2026 durften wir den Clown-Künstler Thomas Hof an unserer Schule begrüßen. In drei Workshops mit dem Profilkurs Theater der 6. Klasse (T. Wagner & J. Hardt), der Intensivklasse (S. Jentsch-Dauzenroth) und dem Darstellendes-Spiel-Kurs der 12. Klasse (P. Stasch) lernten die Schülerinnen und Schüler die Kunst des Clownspiels kennen.

Dafür brauchte es keine Vorerfahrung – nur die Lust, sich auszuprobieren. Denn beim Clownspiel darf etwas schiefgehen! Wer neugierig bleibt und sich traut, auch einmal ungeschickt zu sein, entdeckt im Spiel mit Gesicht, Körper und Timing seine eigene Clownsfigur. Witzig wird es dabei ganz von selbst. Ganz klar: Scheitern erlaubt!

Drei Workshops – drei besondere Erfahrungen

Der Profilkurs Theater der 6. Klasse lernte in der 3. und 4. Stunde das Konzept des „weißen und roten Clowns“ kennen. Mit großer Freude probierten die Schülerinnen und Schüler die unterschiedlichen Rollen und ihre Gegensätze aus. Die Begeisterung war so groß, dass die Übungen im anschließenden Profilunterricht direkt weitergeführt wurden.

In der Intensivklasse konnten die Kinder und Jugendlichen in der 5. und 6. Stunde Fehler machen und lernen, Missgeschicke und komische Situationen kreativ und humorvoll aufzulösen. Gerade für Schülerinnen und Schüler, die aufgrund sprachlicher Barrieren oft an Grenzen stoßen und missverstanden werden, war dies eine wertvolle Erfahrung: Gemeinsam lachen und lernen ist auch möglich, wenn man nicht dieselbe Sprache spricht.

Im Darstellendes-Spiel-Kurs der 12. Klasse bewegten die Erzählungen von Thomas Hof über seine Arbeit als Clown auf Kinder- und Palliativstationen die Schülerinnen und Schüler. Sie erfuhren, dass Freude und gemeinsames Lachen auch in traurigen Momenten guttun können. Anschließend entwickelten sie in Zweierteams eigene Szenen mit dem „roten“ und dem „weißen“ Clown. Dabei wurde deutlich, wie alltägliche Situationen – etwa das vermeintlich „richtige“ Hinsetzen auf einen Stuhl – zu komischen Herausforderungen werden können.

Lachen verbindet

Die Workshops zeigten, wie Clownerie Kreativität fördert, Menschen verbindet und neue Perspektiven eröffnet. Es geht nicht darum, alles richtig zu machen, sondern darum, sich auszuprobieren, Fehler zuzulassen und gemeinsam zu lachen.

Wir bedanken uns herzlich bei Thomas Hof für die inspirierenden Einblicke und die vielen spielerischen Erfahrungen!

Die Workshops wurden vom Schultheater-Netzwerk Marburg/Gießen im Rahmen der Zirkuswochen gefördert. (Mehr Informationen: Schultheater-Netzwerk Marburg/Gießen)

Thomas Hof arbeitet unter anderem als Clown auf Palliativstationen in Kassel und ist Schauspieler sowie Theaterpädagoge. Mehr über seine Arbeit: collactiv.de

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