Am Montag, dem 01.06.26 und Mittwoch, dem 03.06.26 vergangener Woche war es endlich soweit: die DS-Kurse der zwölften Klassen präsentierten ihre selbst gestalteten Theaterstücke, die sie im vergangenen Schuljahr mithilfe ihrer Lehrkräfte entwickelt hatten. Jeder Kurs setzte sich dabei mit einer eigenen aktuellen Fragestellung, einem Thema oder einem Problem auseinander. Für das leibliche Wohl sorgten die Mitglieder des Abi-Komittees, die gemeinsam mit der SV den Verkauf von Snacks und Getränken vor der Aula mit großem Erfolg umsetzten.
Unter anderem mit der Frage: Was wird sich verändern und was kommt nach meiner Schulzeit?; beschäftigte sich der Kurs von Frau Stasch, welcher sein Stück „Turmspringen- Die Zukunft liegt näher als wir geglaubt haben“, bereits am Montag in der vierten Stunde in der gut besuchten Aula zum Besten gab. Das Publikum begleitete vier junge Menschen vor dem Abitur, die sich mit ihren Problemen, Gedanken und Gefühlen auseinandersetzten. Schauplatz war dabei das Café Türmchen, wo sich die Freunde nach der Schule treffen und unterhalten. Genießen konnte das Publikum eine mitreißende und doch lustige Geschichte über Orientierung, Druck und der Suche nach dem eigenen Weg.
Nach schnellem Um- und Abbau ging es in der sechsten Stunde weiter mit den Stücken „ Zukunft anprobieren“, von Frau Simons und Herr Pfeffers Kurs. Beide Kurse wurden von einem Roman inspiriert, welcher die Idee von einem Raum präsentiert, der es ermöglicht seine eventuelle Zukunft anzuprobieren und für einen Aufpreis einzuloggen. Beginnend mit Frau Simons Kurs präsentierte dieser die Geschichte eines solchen Ladens und seiner Kunden. Der Fokus lag dabei auf verschiedenen moralischen Fragen, wie zum Beispiel ob ein kurzer Ausschnitt seiner Zukunft genug über ein ganzes Leben aussagt, ob diese ganze Sache mit dem „Zeitreisen“ überhaupt Sinn macht und welche gesundheitlichen Probleme vielleicht sogar in einem solchen Raum auftreten können. Im Anschluss daran präsentierte Herr Pfeffers Kurs eine weitere Interpretation des zugrunde liegenden Romans und stellte das Publikum damit erneut vor gesellschaftliche, politische und persönliche Fragestellungen. Hier ging es hauptsächlich um die Frage „Was wäre wenn?“, dargestellt durch sowohl aktuelle politische, als auch private Probleme und doch von jedem gleichermaßen gestellt. Mit der Frage „Was wäre, wenn meine Eltern damals nicht nach Deutschland geflohen wären?“, wurde auch der letzte Zuschauer abgeholt und Themen wie Flucht, Herkunft und gesellschaftliche Ungleichheit aufgegriffen. Mit ausreichenden Denkanstößen, war die sechste Stunde bereits verflogen und der erste kreative Spieltag beendet.
Am Mittwoch in der vierten Stunde erreichte die Woche der Aufführungen mit dem Theaterstück von Herr Dinkelas Kurs „Das Maß der Dinge“, ihren krönenden Abschluss. Die Zuschauerinnen und Zuschauer wurden in einer erneut gut gefüllten Aula Teil eines lyrisch angehauchten Stückes, welches sich vor allem mit dem Problem von Idealen unserer Gesellschaft befasste, dem Drang irgendwo hineinzupassen und sich dabei langsam selbst zu verlieren. Begleitet von passender Musik lag der Fokus auf dem Einfluss von Social Media und Personen des öffentlichen Lebens. Auch hier wurde zum eigenen Nachdenken, aber vor allem zum Hinterfragen von uns und unserer Gesellschaft angeregt.
Wenn man sich jetzt an die Gesichter der Darstellerinnen und Darsteller erinnert, voller Aufregung aber auch Stolz, erkennt man was für eine Möglichkeit mit solchen Projekten geboten wird, sich auszuleben und vor allem etwas eigenes zu präsentieren. Mit der letzten Verbeugung endet diese gelungene Theaterwoche, nun geht es für die Beteiligten bald in die wohlverdienten Ferien, während sich die kommenden zwölften Klassen bereits auf ihr eigenes Projekt freuen dürfen.
Hanna Luisa Kaschke, Schülerin der Q2
IMPRESSIONEN
Auftakt am Montag | Gruppe Stasch
2. Montagsaufführung der Gruppen Simon-Schroers und Pfeffer
coming up!


























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