Latein zum Anfassen: Ricarda-Huch-Schüler entdecken das römische Trier

Gießen/Trier. Auf eine spannende Reise in die Welt der Römer begaben sich die Lateinkurse der Jahrgangsstufen 9 und 10 der Ricarda-Huch-Schule bei einem Tagesausflug in die älteste Stadt Deutschlands. Mit einem eigens angemieteten Reisebus machten sich die Schülerinnen und Schüler auf den Weg nach Trier zu einigen der bedeutendsten antiken Stätten nördlich der Alpen.

Das Wetter zeigte sich zunächst noch etwas durchwachsen, doch schon bald setzte sich die Sonne durch. So konnten alle antiken Highlights der Stadt bei teils strahlendem Sonnenschein genossen werden. Auf dem Programm stand zunächst das beeindruckende Amphitheater mitsamt seinem gruseligen Keller, wo man noch Spuren der Tierkäfige und des versteckten Aufzugs sehen kann, mit dem vor knapp zwei Jahrtausenden Kämpfer und Tiere mit oft tödlichem Ausgang in die Arena hochgefahren werden konnten. Danach wurden die monumentalen Kaiserthermen sowie das Rheinische Landesmuseum besichtigt, um den Jugendlichen anschauliche Einblicke in das Leben der Römer zu ermöglichen.

Für viele Schülerinnen und Schüler wurde das Erkunden der unterirdischen Gänge der Kaiserthermen zum besonderen Höhepunkt des Tages. Beim Herumirren durch das weit verzweigte Labyrinth wurde Geschichte unmittelbar erlebbar: Die geheimnisvollen Gewölbe, die auf die Jugendlichen eher wie Geheimgänge im Innern einer uralten Pyramide wirkten, waren einst Teil einer riesigen römischen Fußbodenheizung, die vor fast 2.000 Jahren die Thermenanlage mit Wärme versorgen konnte.

Begleitet wurde die Exkursion von der Geschichtslehrerin Ulrike Buchal, dem Organisator der Fahrt Björn Hinkel sowie dem Latein-Fachsprecher Benjamin Sacher. Gemeinsam freuten sie sich über die Begeisterung der Schülerinnen und Schüler für die antike Kultur.

Der Ausflug ist Teil des Kulturschulprogramms der Ricarda-Huch-Schule. Als zertifizierte Kulturschule verbindet die Ricarda fachliches Lernen mit besonderen kulturellen Erfahrungen innerhalb und außerhalb ihres schmucken Jugendstil-Schulgebäudes. Exkursionen wie die Fahrt nach Trier machen Geschichte lebendig, stärken die Gemeinschaft und zeigen eindrucksvoll, wie spannend schulisches Lernen am Beispiel Latein sein kann – ein Markenzeichen der Ricarda-Huch-Schule, von dem die Schülerinnen und Schüler auch in vielen weiteren Fächern profitieren.

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